„Wir schmieden schon die Reisepläne“

Jahresausblick 2023

2023 bricht an. Steht das neue Jahr im Zeichen des Optimismus? Darüber haben wir mit Oliver Brüß, Vorstand Vertrieb und Marketing, gesprochen.


Deutschland ist wieder optimistisch

„Die Inflation frisst sich von unten in die Gesellschaft“, sagte Konzernchef Oliver Schoeller im Jahresabschlussgespräch Ende Dezember. 2022 endete im Lichte mehrerer, sich teils einander überlappender, Krisen, die Wirtschaft und Politik auf den Prüfstand stellten. Trotz allem sind die meisten Deutschen optimistisch, dass 2023 die Kehrtwende bringt. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer zum Thema Zukunft und Mut. Drei Viertel der Befragten gaben sich „sehr“ (fünf Prozent) oder „eher“ (67 Prozent) optimistisch. Ein knappes Viertel ist dagegen mindestens „eher“ pessimistisch.

„Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen die Leitidee unserer aktuellen Kampagne ‚Zukunft wird aus Mut gemacht‘. Menschen möchten ihre Zukunft aktiv gestalten. Wir unterstützen sie dabei, indem wir ihnen mit mehr als nur Versicherungsschutz zur Seite stehen“, so Oliver Brüß, Vorstand Vertrieb und Marketing bei der Gothaer. Und wie sieht das bei der Gothaer selbst aus? Dazu haben wir Oliver Brüß näher befragt.

Redaktion: Herr Brüß, ein herausforderndes Jahr steht bevor – worauf freuen Sie sich besonders?

Oliver Brüß: Ich finde es enorm wohltuend, dass das Thema Corona seinen großen Schrecken verloren hat und persönliche Begegnungen nun fast wieder ohne Einschränkungen möglich sind. Deshalb freue ich mich auf den persönlichen Austausch mit unseren Vertriebspartnerinnen und -partnern.

Redaktion: Was wird es Neues von der Gothaer geben? Welche Ziele verfolgt der Konzern?

Oliver Brüß: Wir wollen unsere Position als führender Partner für den Mittelstand weiter ausbauen und optimieren unser Angebot für KMU weiter. So wird es im Sommer spannende Neuigkeiten bei unserem modular aufgebauten Produkt GothaerGewerbe Protect geben.

Im Privatkundenbereich stehen Lösungen für Berufseinsteiger*innen und junge Familien im Fokus. Die Bandbreite reicht hier von einem neuen Biometrie-Produkt über Gesundheitsangebote für Studierende und Familien bis hin zu neuen Angeboten für Haustierbesitzer im Bereich Komposit.

Zudem arbeiten wir weiter daran, die Zusammenarbeit mit der Gothaer für unsere Vertriebspartner*innen so einfach wie möglich zu machen und setzen dabei auf neue digitale Services. Dazu zählt auch die Weiterentwicklung unseres PartnerPortals als zentrale Kommunikationsplattform.

Redaktion: Wie sieht es mit dem Thema Nachhaltigkeit aus?

Oliver Brüß: Das spielt natürlich weiter eine große Rolle. Die Gothaer als Unternehmen ist an ihren großen Standorten bereits klimaneutral, aber wir wollen mehr. Deshalb haben wir im letzten Jahr unsere Initiative 500-50-5 ins Leben gerufen. Unser Ziel ist es, 500 Unternehmerkund*innen dabei zu begleiten, ihren CO2-Ausstoß in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent zu reduzieren. Das ist auch für unsere Vertriebspartner*innen ein wichtiges Thema, mit dem sie auf ihre Kunden*innen zugehen können.

,,Wir wollen mehr bei der Nachhaltigkeit."

Redaktion: Was sind die großen Trends im Maklermarkt und wie ist die Gothaer darauf vorbereitet?

Oliver Brüß: Wir beobachten schon seit Jahren drei große Trends im Maklermarkt: zum einen eine stärkere Spezialisierung innerhalb der Maklerunternehmen, zum anderen eine Marktkonsolidierung. Viele Makler*innen schließen sich aktiv Verbünden oder Pools an. Zugleich kaufen größere Maklerhäuser kleinere auf. All das geht einher mit einer stärkeren Digitalisierung. Den Einzelkämpfenden, der alle Sparten und Themen abdeckt, gibt es immer weniger.

Diese zunehmende Spezialisierung, Verdichtung und Digitalisierung erfordert auch andere Betreuungsstrukturen. Makler*innen wünschen sich Ansprechpartner*innen mit umfangreichem Spezialwissen und schnelle Entscheidungen, wenn sie Versicherungsschutz für ihre Kunden*innen eindecken wollen. Das gewährleisten wir über eine neue Struktur in unseren Partnervertrieben, die wir zum Jahresbeginn umgesetzt haben.

,,Den Einzelkämpfenden, der alle Sparten und Themen abdeckt, gibt es immer weniger."

Redaktion: Was hat es damit genau auf sich?

Oliver Brüß: Über diese neue Betreuungsstruktur stellen wir noch mehr als bisher sicher, dass jede Vertriebspartnerin und jeder Vertriebspartner, ganz gleich, ob regional tätiges Maklerunternehmen, Pool oder spezialisierter Spartenmakler, eine auf ihre oder seine individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung erhält und jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner*in hat. Wir geben damit unserer Zielgruppenorientierung eine größere Trennschärfe. Gleichwohl genießen bestehende Beziehungsgeflechte eine hohe Priorität.

Beim Stichwort Digitalisierung setzen wir stark auf Standards wie BiPro, um auch den digitalen Anforderungen unserer Partner*innen gerecht zu werden. Die Gothaer nimmt bei der technischen Makleranbindung schon seit Langem eine Vorreiterrolle ein und zählt zu den Top-Anwendern bei BiPro. Elektronischer Antragsversand, digitaler Postkorb und Deeplinks sind für uns Standard. 2023 werden wir unsere BiPro-Services aber noch weiter ausbauen. Nicht ohne Grund haben wir im Dezember zum zweiten Mal in Folge in der dvb-Studie den Goldstatus für unsere technischen Makleranbindungen erhalten.

,,Wir geben unserer Zielgruppenorientierung eine größere Trennschärfe."

Redaktion: Haben Sie Vorsätze für 2023?

Oliver Brüß: Ja, ich habe mir fest vorgenommen, in diesem Jahr viele unterschiedliche Vertriebspartner*innen, Agenturen und Vermittler*innen zu besuchen, in den direkten Austausch zu gehen, viele Fragen zu stellen, zuzuhören, zu diskutieren. Und darauf freue ich mich sehr! Die Reisepläne werden aktuell schon geschmiedet und bald geht es los.

Weitere Informationen zu den Plänen und Produkten der Gothaer finden Interessierte stets aktuell hier auf dem Gothaer Maklerblog.

Autor

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.