Der Tierarzt-Besuch wird ab heute (22. November 2022) deutlich teurer. Denn ab heute gilt eine neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).

Die Kosten werden im Vergleich zur vorherigen GOT durchnittlich um 20 Prozent angehoben - quer durch alle Leistungen und alle Tierarten. Die Kosten für häufig abgerechnete Leistungen wie Allgemeinuntersuchungen, Injektionen und Narkosen steigen im Schnitt sogar um etwa 60 Prozent, bei vereinzelten Posten beträgt der Anstieg sogar mehr als 100 Prozent.

Vor allem im Bereich der ohnehin schon teuren Operationen (z. B. Knochenbruch, Kreuzbandriss) wird der finanzielle Druck auf die Tierbesitzer*innen zusätzlich erhöht - ein Grund mehr, sich aktiv mit dem Thema Tierkrankenversicherung zu beschäftigen. Durch die höheren Kosten für tierärztliche Behandlungen rückt das Thema aktuell verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Denn mit Blick auf die gestiegenen Kosten für den Tierarztbesuch wird mit einer steigenden Nachfrage nach Tierkrankenversicherungen gerechnet.

Für die Gothaer Tierkrankenversicherung sind keine außerordentlichen Beitragsanpassungen oder anderweitige Veränderungen vorgesehen. "Wir werden die Entwicklung der tierärztlichen Behandlungskosten aber selbstverständlich intensiv beobachten," sagt Dr. Christian Prachar, Produktmanager der Gothaer Tierkrankenversicherung.

Neuordnung der GOT war unumgänglich

Prachar führt aus, dass an der GOT seit 1999 nur minimale Veränderungen vorgenommen wurden und die alte Fassung der GOT schon länger nicht mehr der tierärztlichen Praxis entsprach. "Dass die Neuordnung der GOT nun ausgerechnet in die Zeiten hoher Inflation und steigender Energiekosten fällt, ist für Tierbesitzer*innen natürlich ärgerlich. Aber die Kosten der Tierärzt*innen sind in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich gestiegen – und dies wurde in der alten GOT nur unzureichend berücksichtigt. Um weiterhin flächendeckend eine angemessene tierärztliche Versorgung zu gewährleisten, war die Neuordnung der GOT also unumgänglich", so Prachar.

Für inhaltliche Rückfragen und Unterstützung in der Beratung stehen die zuständige Fachabteilung KP-SPEZ und der Produktmanager Dr. Prachar zur Verfügung.